01.02.2017 – Afrikanische Staaten rufen EU zu Elfenbein-Handelsverbot auf

Die 29 Mitgliedstaaten der Koalition für den Afrikanischen Elefanten loben Chinas jüngst getroffenen Entscheid, den Elfenbeinhandel im eigenen Land zu verbieten. Gleichzeitig rufen sie die EU und Grossbritannien auf, Chinas Beispiel zu folgen und jeglichen internationalen und Binnenhandel mit Elfenbein endgültig zu verbieten.

Der Aufruf der Koalition für den Afrikanischen Elefanten (African Elephant Coalition, AEC) knüpft an Chinas Ankündigung vom 30. Dezember 2016 an. Die chinesische Regierung verfügt, dass bis zum 31. März 2017 die Verarbeitung und der Handel mit Elfenbein eingestellt wird. Bis Ende Jahr sollen alle Elfenbein-Märkte in China endgültig geschlossen sein. Dies bedeutet das Aus für den grössten Markt mit gewildertem Elfenbein.

«Wir begrüssen Chinas entschlossenes Handeln zur Schliessung seines Elfenbeinmarktes», sagt der AEC-Vorsitzende Patrick Ormondi. «Dies ist ein entscheidender Durchbruch im Kampf zur Rettung der Elefanten. Doch nun müssen die anderen Länder mit legalen Binnenmärkten diesem Beispiel folgen. Wir rufen die EU auf, das von China geschaffene Momentum zu nutzen und ihren Elfenbeinhandel ein und für alle Mal dicht zu machen.»

Die Fondation Franz Weber (FFW) arbeitet eng mit der AEC zusammen und unterstützt diese auf verschiedenen Ebenen. Entsprechend unterstreicht die FFW vorbehaltlos diesen Aufruf.