01.05.2016 – Rückblick auf grösste Elfenbein-Verbrennung der Geschichte

Mit der Verbrennung von 105 Tonnen Elfenbein und 1,35 Tonnen Rhino-Horn in Kenia ist am Samstag, 30. April der Kampf gegen die Wilderei mit Entschlossenheit lanciert worden. Damit verbunden wird der höchste Schutzstatus für den Elefanten und ein rigoroses Elfenbein-Handelsverbot verlangt.

Am 30. April 2016 sind in der Savanne des Nationalparks von Nairobi in Kenia 105 Tonnen Elfenbein verbrannt worden. Auch Vera Weber war vom Kenya Wildlife Service zu diesem denkwürdigen Ereignis eingeladen.

105 Tonnen Elfenbein – das sind die Stosszähne von etwa 8’000 Elefanten. Tausende der sanften Riesen, niedergemacht für Gier und Profit, für etwas völlig Unnötiges, Überflüssiges. Ein unbegreiflicher, blutbefleckter Luxus, für den jedes Jahr mindestens 30'000 Elefanten einen grauenvollen Tod erleiden müssen.

Doch 2016 wird das Jahr der Elefanten sein. Dieses Jahr wird entschieden, ob die nächsten Generationen ihn noch erleben können. Zu diesem Zweck hat die Afrikanische Elefanten-Koalition (African Elephant Coalition AEC), ein Zusammenschluss von 27 afrikanischen Ländern, ein starkes Paket geschnürt. Mit fünf Vorstössen wollen sie ein absolutes Elfenbein-Handelsverbot erreichen.

Die Vorstösse der AEC werden an der nächsten Vertragsstaatenkonferenz der CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora), auch bekannt als Washingtoner Artenschutzabkommen) im kommenden Herbst in Johannesburg, Südafrika diskutiert. Es geht kein Weg daran vorbei: Elefanten müssen den höchsten Schutzstatus bekommen. Ohne Wenn und Aber.

Die Fondation Franz Weber ist froh und stolz, die African Elephant Coalition bei diesen Vorstössen mit aller Kraft zu unterstützen. Die AEC ist entschlossen, ein totales Elfenbein-Handelsverbot und den höchsten Schutzstatus für die Elefanten zu erreichen. Und wir werden alles daransetzen, damit dies Wirklichkeit wird.

Das sagten Politiker anlässlich der Elfenbein-Verbrennung in Kenia:

«Niemand darf mit Elfenbein Geschäfte machen, niemand!», rief Präsident Uhuru Kenyatta. Der Elfenbeinhandel sei «ein Synonym für den Tod unserer Elefanten und den Tod unseres Naturerbes», sagte Kenias Präsident, als er die erste der elf Stosszahn-Pyramiden in Brand steckte. Kenyatta forderte ein totales Handelsverbot und kündigte an, die AEC habe bei der CITES den Antrag eingereicht, alle afrikanischen Elefanten Populationen auf Anhang 1 hochzustufen.

Ségolène Royal, Umweltministerin von Frankreich kündigte an, dass sie jeglichen Elfenbeinhandel in Frankreich verbieten und sich dafür einsetzen wird, dass die EU Frankreich folgt.

Der Staatschef von Gabun, Ali Bongo Ondimba, erwähnte auch Gabuns Vorstoss bei CITES und machte klar, dass diese Resolution die Schliessung aller nationalen Märkte (domestic markets) weltweit verlangt, und nicht nur den internationalen Handel verbieten will.

Ali Bongo, in dessen Land die Hälfte der afrikanischen Waldelefanten lebt, wandte sich an die Wilderer: «Wir werden Euer Geschäft vernichten. Das Beste, was ihr machen könnt, ist in den Ruhestand zu gehen», sagte er und entflammte einen der drei Meter hohen Stosszahnhaufen.

Die FFW aus aktuellem Anlass in den Medien mit Zitat Vera Weber:

- Blick
- St.Galler Tagblatt
- Swissinfo
- News.ch
- Cash Online
- L’Hébdo

Beachten Sie auch die Bildergalerie und das Video zur Elfenbein-Verbrennung:

Das zweitletzte Bild zeigt FFW-Präsidentin Vera Weber (rechts) mit Roz Reeve (links) und Pat Awori, die beide in beratender Funktion für die FFW tätig sind.
Das letzte Bild zeigt Vera Weber, die den kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta während seiner Rede aufnimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Video (Vera Weber at Ivory Burn in Kenya )