02.02.2016 – Schweiz hat 90 Prozent ihrer Feuchtgebiete verloren

Heute ist Welttag zum Schutz der Feuchtgebiete. In der Schweiz sind rund 90 Prozent der ursprünglichen Feuchtgebiete durch Entwässerung, Urbarmachung und Bauprojekte zerstört worden.

Die Konsequenzen für die Artenvielfalt sind drastisch. Denn fast die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten leben in solchen Mooren, Auen, Bruchwäldern und Feuchtwiesen, die zudem wichtige Wasserspeicher sind. Gleichzeitig dienen sie weltweit als Rastplätze für Wasservögel.

Der seit 1997 begangene Tag erinnert an die Unterzeichnung der Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten am 2. Februar 1971 in Ramsar (Iran). 2016 steht der Aktionstag unter dem Motto «Feuchtgebiete für unsere Zukunft - nachhaltige Lebensgrundlage!». Nach dem Ramsar-Naturschutzabkommen haben inzwischen 168 Staaten zusammen mehr als 2‘200 Feuchtgebiete unter Schutz gestellt.

In der Schweiz wurden zwischen 1976 und 2005 insgesamt 11 Feuchtgebiete mit einer Gesamtfläche von 8'676 Hektaren als Schutzgebiete von internationaler Bedeutung der Ramsar-Konvention unterstellt. Auch die Fondation Franz Weber setzt sich durch ihr Engagement zum Schutz der Landschaft und gegen die fortschreitetende Zubetonierung der Schweiz aktiv für den Erhalt der Feuchtgebiete ein.