02.05.2016 – Fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung: Ozeanium-Planauflage muss wiederholt werden

Das Bau- und Umweltdepartement des Kantons Basel-Stadt verlangt nun doch vom Zoo Basel eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das geplante Ozeanium, wie dies die Fondation Franz Weber und Helvetia Nostra in Ihrer Einsprache gegen den Bebauungsplan gefordert hatten. 

Die Fondation Franz Weber (FFW) und Helvetia Nostra begrüssen den Entscheid des Bau- und Verkehrsdepartements des Kantons Basel-Stadt, vom Zoo Basel eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das geplante Ozeanium zu verlangen. Anlässlich der ersten Planauflage forderten die beiden Umwelt- und Tierschutzorganisationen genau dies. Nun muss der Zoo Basel Fragen zur Verkehrsführung und Nachhaltigkeit des Bauvorhabens beantworten.

Aus Sicht der FFW und Helvetia Nostra dürfte dies jedoch schwierig werden: Die soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit des Bauvorhabens ist aktuell nicht gegeben.

  • Durch Wildfänge von Fischen und Wirbellosen werden insbesondere Korallenriffe als Lebensräume und Ökosysteme gefährdet, die Bedrohung der Ozeane wird also durch den Bau eines „Ozeaniums“ zusätzlich erhöht.
  • Bis heute kann kein öffentliches Grossaquarium nachweisen, dass sämtliche Tiere und Pflanzen aus nachhaltigem Fang bezogen werden. Zudem sterben über 80 Prozent der Tiere bei Fang und Transport. Über 90 Prozent der Fische, die es bis in ein Aquarium geschafft haben, überleben das erste Jahr dort nicht.
  • Obwohl die Energiestadt Basel im Energiebereich viel erreicht hat und für die ganze Schweiz Vorbildcharakter hat, fehlt bis jetzt eine umfassende Energiebilanz für das geplante Ozeanium.
  • Ebenfalls offen ist, ob das geplante Ozeanium finanziell nachhaltig betrieben werden kann.      

Die Fondation Franz Weber und Helvetia Nostra sind überzeugt, dass auch solche Fragen beantwortet werden müssen im Rahmen einer umfassenden UVP in Bezug auf Nachhaltigkeit.