02.08.2016 – Tageszeitung «Blick» thematisiert FFW-Protest gegen Grill-Rekordversuch

Im Namen der Fondation Franz Weber hat Judith Weber ein dezidiertes offenes Protestschreiben an die Migros-Fleischherstellerin Micarna verfasst. Darin kritisiert sie den geplanten Weltrekord-Grill, der am Eidgenössischen Schwingfest Ende August 1,8 Tonnen Hühnchen grillieren soll. Der «Blick» hat das Thema in einem grösseren Beitrag aufgegriffen.

«Was hat ein Monstergrill von 4,26 Tonnen Leergewicht, was hat ein Monsterfrass von 1,8 Tonnen Schweizer Poulets mit einem Schweizerischen Schwing- und Älplerfest zu tun?», fragte Judith Weber im Protestschreiben. Und: «Hat jemand von den betreffenden Pouletproduzenten und -konsumenten vielleicht einen Gedanken für das bevorstehende Monsterschlachten hinter diesem angestrebten, total unschweizerischen Weltrekord? Einen Gedanken für die Millionen hungernder Kinder in der Welt? Einen Gedanken für die Qual der Tiere?»

Erwartungsgemäss hat der Fleischverarbeiter der Migros, die Micarna, kein offenes Ohr für die Kritik. Man setze sich «für eine nachhaltige Schweizer Fleischproduktion ein», lässt sich Micarna unter anderem im «Blick» zitieren. Tja – so lässt sich auch der Begriff «Nachhaltigkeit» missbrauchen als Keule gegen berechtigte Kritik. Bleibt mal ganz abgesehen vom Tierschutz (u.a.) die Frage, ob es denn «nachhaltig» ist, wenn in Brasilien Regenwald abgeholzt wird, um Soja anzubauen, der dann als Futter für die «Hühner aus Schweizer Produktion» zu uns gelangt.