04.11.2016 – UN-Klimakonferenz in Marrakesch: Die FFW ist vor Ort!

CoP22 – Klimakonferenz in Marrakesch: Perfekte Möglichkeit, die Lokalbevölkerung und die zahlreichen Besucher für den illegalen Wildtierhandel zu sensibilisieren.

Vom 7. bis 18. November findet in Marrakesch, Marokko, die 22. UN-Vertragsparteienkonferenz zum Klima (CoP22) statt.

Gemeinsam mit der marokkanischen Organisation Agir und dem Hochkommissariat für Gewässer, Wald und die Bekämpfung der Versteppung, wird die Fondation Franz Weber (FFW) vor Ort sein und bei dieser Gelegenheit eine Sensibilisierungskampagne zum illegalen Wildtierhandel durchführen.

Die drei Organisationen betreuen am Flughafen von Marrakesch einen Stand, um die Passagiere auf die Problematik und Konsequenzen des illegalen Wildtierhandels aufmerksam zu machen. Sie nutzen diese Gelegenheit, da während den beiden Konferenzwochen mindestens 30'000 Besuchende erwartet werden.

Der Platz Jemaa el-Fna mit seinem riesigen Markt ist ein Wahrzeichen von Marrakesch und ein Touristenmagnet, bekannt für folkloristische Spektakel wie Schlangenbeschwörung, Dressurnummern mit Affen, Wahrsagern und vielem mehr. Ob es sich bei den auf dem öffentlichen Platz zur Schau gestellten Tieren um Berberaffen, Kobras, Vipern oder Nattern handelt – viele von ihnen sind dem natürlichen Lebensraum entrissen worden.

So ist auch Marokko von der Problematik des Handels mit gewissen Wildtieren oder deren Produkten betroffen. Zu den durch diesen Kommerz besonders schwer betroffenen Arten gehören die Elefanten wegen des Elfenbeins, die Maurische Landschildkröte oder der Graupapagei. Diese Tiere oder deren Produkte werden entweder als Zierde oder zur Unterhaltung missbraucht. Sie stehen stellvertretend für zahlreiche weitere Arten, deren Fortbestand durch den Wildtierhandel besonders bedroht ist.

So kommt beispielsweise der Berberaffe heute nur noch in versprengten Waldgebieten Marokkos (sowie auf dem Felsen von Gibraltar) und Algeriens vor, während er in Tunesien bereits ganz verschwunden ist. Durch den gewaltigen Druck auf diese Primaten verschwindet jährlich rund ein Drittel deren Bestandes. Ähnlich sieht es beim Elfenbeinhandel aus, der sich drastisch auf die Bestände des Afrikanischen Elefanten auswirkt.

Auch die Migrationsströme von Afrika nach Europa leisten dem Elfenbeinschmuggel Vorschub und öffnen dem illegalen Elfenbeinhandel neue Kanäle.

Einen Monat nach der CoP17 der CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten), deren Herzstück die Debatte über den Wildtierhandel war, unternimmt die Fondation Franz Weber alles in ihrer Macht Stehende, um die Besuchenden darauf aufmerksam zu machen, welche Folgen diese Praktiken und dieses Geschäft für das Überleben gewisser Arten und für das Wohlbefinden der betroffenen Tiere haben.

Wir wollen es nicht versäumen, unsere Erfahrungen mit Ihnen zu teilen, wie auch unseren Austausch mit den Teilnehmenden der CoP22 sowie allen Touristen und Besuchern, denen wir begegnen werden.