05.09.2016 – Elefanten-Bestände um 30 Prozent kollabiert

Die soeben veröffentlichten Ergebnisse der grossen Afrikanischen Elefantenzählung offenbaren wie befürchtet Schwarz auf Weiss schockierende Resultate. In nur sieben Jahren, zwischen 2007 und 2014, sind die Bestände des Afrikanischen Elefanten um 30 Prozent eingebrochen.

In den 18 Ländern, wo die Zählung stattfand, ist die Zahl in diesem Zeitraum um rund 144'000 Tiere auf 352'271 Elefanten abgesackt. Dies entspricht einem jährlichen Einbruch der Elefantenpopulationen um acht Prozent. Dauert das Massentöten in diesem Tempo an, wird der Afrikanische Elefant in nur 15 Jahren ausgerottet sein.

Die Ursache: Elfenbein-Wilderei. Und diese ist insbesondere nach legalen Elfenbein-Lagerverkäufen 2008 regelrecht explodiert. «Der Zusammenhang zwischen den Elfenbein-Verkäufen und dem eskalierten Abschlachten der Elefanten könnte augenfälliger nicht sein», betont Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber (FFW).

Pikant: Die Befürworter weiterer legaler Elfenbein-Verkäufe operieren nicht mit diesen alarmierenden neusten Bestandeszahlen. Vielmehr drängen sie die CITES mit beschönigenden Zahlen von bis zu 500'000 Tieren, den Afrikanischen Elefanten nicht einheitlich unter dem strengsten Schutzstatus, also unter Anhang I zu listen.

«Deshalb bietet die FFW mit ihren Verbündeten von der AEC alle verfügbaren Kräfte auf», sagt Vera Weber. «Wir werden an der anstehenden CITES-Konferenz mit diesen aktuellsten Zahlen und Fakten allen Beteiligten unmissverständlich klarmachen: Nur mit einer einheitlichen Listung unter Anhang I ist der Afrikanische Elefant noch zu retten. Dies ist seine letzte Chance.»

Derweil ist die erfasste Bestandeszahl von 352'271 Elefanten bereits wieder überholt. Denn jede Viertelstunde stirbt ein weiterer Elefant – hingemacht durch die Elfenbein-Wilderei.

Mehr Infos: www.greatelephantcensus.com

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Video (Elefantenzählung)