06.04.2017 – Erneut Matador von Stier aufgespiesst

In Madrid ist ein junger Matador von einem Stier schwer verletzt worden. Mehrmals rammte das Tier dem 23-jährigen Daniel García Navarrete seine Hörner in den Körper.

Es geschah in Spaniens grösster Arena Las Ventas in Madrid. Daniel García Navarrete (23) kämpfte zum ersten Mal in der Manege vor einem grossen Publikum mit einem Stier. Es sollte sein grosser Auftritt werden. Doch plötzlich gelang es dem bereits stark blutenden und erschöpften Bullen, den Matador zu Boden zu reissen.

Vier Mal traf der Stier Navarrete im Halsbereich. Zudem erlitt der Matador einen Schlüsselbein-Bruch sowie Nerven- und Muskel-Schäden. Der Matador kämpfe im Spital um sein Leben, hiess es im «Blick am Abend». Immer wieder kommt es zu solch schrecklichen Vorfällen.

Nur ein Monat zuvor wurde der erfahrene Matador Juan José Padilla von einem Stier schwer verletzt. Nicht Padillas erster Vorfall im Stierkampf. Er verlor bereits ein Auge. Stierkämpfe seien «ein brutales Ritual» bei dem die Stiere «zu Tode gequält» würden, schreibt «Blick am Abend» richtigerweise.

Eine besonders traumatische Zumutung sind solche Ereignisse auch für Kinder, die an Stierkampf-Anlässen anwesend sind. Deshalb ist die Fondation Franz Weber (FFW) nicht nur gegen den Stierkampf an sich aktiv, sondern engagiert sich im Rahmen der Kampagne «Kindheit ohne Gewalt» auch an vorderster Front auf internationaler Ebene gegen die aktive und passive Teilnahme von Minderjährigen an Stierkämpfen.