06.07.2017 – Rekord-Beschlagnahmung von Elfenbein in Hong Kong

Die Zollbehörden von Hong Kong haben am 4. Juli 7200 Kilo Elfenbein im Wert von rund 72 Millionen Dollar beschlagnahmt. Die falsch deklarierte Ware befand sich in einem Container aus Malaysia. Es handelt sich um die grösste beschlagnahmte Menge an Elfenbein der letzten 30 Jahre.

Der Inhalt des Schiffscontainers war als gefrorener Fisch deklariert. Doch die Beamten auf dem Kwai Chung Wareninspektionsgelände des Zollamtes von Hong Kong schöpften Verdacht. Tatsächlich wurden sie fündig. Die Stosszähne lagen unter Fischkartons.

In der Folge wurden der Eigentümer und zwei seiner Mitarbeitenden verhaftet. Die Untersuchung ist noch im Gang. Für Warenschmuggel können Geldstrafen bis zu 2 Millionen Dollar und Freiheitsstrafen bis zu 7 Jahre verhängt werden. Wer geschützte Arten schmuggelt, muss mit einer Busse bis zu 5 Millionen Dollar und bis zu 2 Jahren Gefängnis rechnen.

Unter der lokalen Nummer 2545 6182 haben die Zollbehörden eine Hotline rund um die Uhr eingerichtet, wo jeder Schmuggelverdacht gemeldet werden kann.

«Trotz aller Verbote und Sanktionen, trotz aller Verbrennungen, exemplarischen Urteilen, Millioneninvestitionen in Wächter, Polizei und deren Ausbildung bleibt die Nachfrage nach Elfenbein hoch», sagt Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber. «Diese Woche haben wir die vielleicht grösste Elfenbein-Beschlagnahmung der Geschichte erlebt – und dies nur einen Monat vor dem Welt-Elefantentag. Was können wir noch tun? Wir sollten unsere Botschaften dazu auch auf Hochchinesisch und Kantonesisch verbreiten.»