06.08.2017 – «Wunderschöne Landschaften der Nachwelt erhalten»

Zwei Leserbriefschreiber würdigen in der «Luzerner Zeitung» anlässlich des 90. Geburtstags von Franz Weber dessen Lwebenswerk.

Schön, dass die «Luzerner Zeitung» den unermüdlichen Kampf von Franz Weber für den Schutz von Umwelt, Natur und Tieren an seinem 90. Geburtstag auf einer halben Seite würdigt. Kaum einer hätte es besser verdient als er! Sehr zutreffend ist auch der letzte Abschnitt der Ausführungen von Richard Clavadetscher, wo er festhält, dass die breite Anerkennung von Franz Webers Lebenswerk noch immer aussteht. Was wäre wohl – nur als ein Beispiel – aus der wunder­baren Weinberglandschaft des Lavaux oberhalb des Genfersees geworden? Heute gehört sie zum Unesco-Weltkulturerbe! Ohne sein riesiges, mühsames Engagement «zierten» heute womöglich millionenteure Villen diese Gegend. Mit weiteren Kampagnen, bei denen es ebenfalls um Schutz und Unversehrtheit der Natur ging (etwa den uferlosen Zweit-, Dritt- oder Viertwohnungsbau), holte er sich in den betroffenen Gebieten nicht nur Freunde. Finanzinteressen wurden offensichtlich da und dort höher gewichtet als die Sorge um den Erhalt schöner Dorfbilder. Vielleicht gar nach dem Motto «Wo das grosse Geld in Aussicht steht, wird lieber gebaut als weiter gemäht»?

Nun bleibt eine grosse Frage: Weshalb wurde eine solche Persönlichkeit nie zum «Schweizer des Jahres» erkoren? Verschiedenste Länder haben jedenfalls Franz Weber für sein Wirken mit Orden geehrt. Ist der Schweizer Tourismus nicht auf Gedeih und Verderb auf möglichst viele unversehrte und somit auch besuchenswerte Dörfer und Landschaften angewiesen?
Niklaus Rohrer
Luzern

Umwelt- und Tierschützer Franz Weber hat nicht nur für die Natur sehr viel Gutes geleistet, er ist auch ein charismatischer, wertvoller Botschafter der Schweiz! Mit grossem Herzen und weitsichtigem, vernetztem Denken und Handeln hat Franz Weber wunderschöne Landschaften der Nachwelt erhalten und die Achtung und Wertschätzung bedrohter Tiere weltweit gefördert. Seine Leistungen können nicht genug gelobt und geschätzt werden, wenn man bedenkt, wie rücksichtslos und profitorientiert unsere Umwelt weltweit ausgebeutet und belastet wird. Franz Weber hat seine Anliegen stets anständig, hartnäckig und finanziell uneigennützig verfochten und verdient höchste Anerkennung, und zwar bereits zu Lebzeiten!
Armin Späni
Kehrsiten

(Bild aus der «Schweizer Illustrierten», von Fabianne Bühler)