08.12.2017 – Zoo Basel misst nicht für alle Tiere mit gleichen Ellen

Mehr Raum für seine Tiere? Mit dem Ozeanium-Projekt stellt sich der Zoo Basel diametral gegen dieses selber formulierte Prinzip. Er würde im geplanten Ozeanium mehr Tiere ausstellen, als heute im gesamten Zoo zu sehen sind!

Mehr Platz für weniger Tiere: Dies ist grundsätzlich ein begrüssenswertes Konzept, dem fast alle Zoos der Gegenwart folgen. In diesem Sinne hebt der Zoo Basel das relativ kleine Wolfsgehege auf, sobald die beiden älteren Tiere gestorben sind. Die Fläche des Geheges werde dann einem anderen, «noch nicht definierten» Verwendungszweck zugeführt, heisst es. Das bedeutet, es wird für andere bereits im Zoo lebenden Tiere benutzt, die damit mehr Raum erhalten.

Gleichzeitig will der Zoo Basel jedoch das Ozeanium bauen, in welchem Tausende Fische und andere Meerestiere untergebracht werden sollen – mehr, als zurzeit im gesamten Zoo, inklusive Vivarium, leben. Was denn jetzt? Mehr oder weniger Tiere? Kommt dazu, dass fast alle Meerestiere in freier Wildbahn gefangen würden. Dies, obschon sich sogenannte wissenschaftliche Zoos auf die Fahne schreiben, durch Zucht von Wildfängen unabhängig werden zu wollen.

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