10.07.2016 – Stier tötet spanischen Torero

Zwei Tote bei Stierfesten in Spanien. Bei einer Corrida in Teruel hat ein Stier dem Torero das Herz durchbohrt. Tödlich verletzt wurde auch ein Mann bei einem Stierrennen in Alicante. Dies sind nur zwei weitere Vorfälle, die zeigen, wie brutal, sinnlos und gefährlich der Stierkampf ist.

Torero Víctor Barrio wurde am Samstag in Teruel im Osten des Landes vom Horn eines Stiers im Brustbereich getroffen. Vor den entsetzten Augen der Zuschauer wurde der 29-Jährige von dem mehr als 500 Kilogramm schweren Stier Lorenzo aufgespiesst und zu Boden geworfen, bevor Kollegen das Tier ablenken und weglocken konnten.

Wie die spanische Nachrichtenagentur Efe berichtete, durchstach der Kampfstier das Herz des Toreros. Der Stierkämpfer sei praktisch leblos in die Krankenstation der Arena gebracht worden. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Zudem kam in der Nacht auf Samstag bei einem Stierlauf in Alicante ein Mann ums Leben. Der 28-Jährige wurde ebenfalls im Brustbereich aufgespiesst und verstarb kurz darauf.

Die Brutalität und Gefährlichkeit der Stierkämpfe gefährdet insbesondere die psychische und körperliche Unversehrtheit von Kindern und Jugendlichen. Deshalb kämpft die Fondation Franz Weber (FFW) auf internationaler Ebene im Rahmen ihrer Kampagne «Infancia SIN viOLEncia» (Kindheit ohne Gewalt) dagegen, dass Kinder als Zuschauer oder als Nachwuchstoreros in Stierkämpfe verwickelt werden.

Zudem setzt sich die FFW in allen Ländern, in denen der Stierkampf noch praktiziert wird – Spanien, Portugal, Frankreich, Mexiko, Kolumbien, Venezuela, Ecuador und Peru – gemeinsam mit den Organisationen und Personen vor Ort aktiv und an vorderster Front für die Abschaffung dieser grausamen Praxis ein.

Mehr Infos zu den Aktionen der FFW