12.11.2016 – Klimakonferenz Marrakesch – Meilenstein für die Artenschutz-Kampagne der FFW

Die Anti-Wildtierschmuggel-Kampagne hat den offiziellen Segen. Marokkanische Schlüssel-Ämter unterzeichnen neues Abkommen und engagieren sich für bedrohte Arten.

Bedeutende Momente in Marrakesch! Die Aufklärungskampagne der Fondation Franz Weber (FFW) zu den Auswirkungen des illegalen Wildtierhandels hat eine neue Dimension erfahren. Auf dem Flughafen ist diese Kampagne mit einer eindrücklichen Zeremonie offiziell eingeweiht worden. Unterstrichen wurde der Anlass durch ein Partnerschaftsabkommen, welches die marokkanische Zollbehörde und das Amt für Wasser und Wald gemeinsam unterzeichnet haben.

Die Partnerschaft soll die Anstrengungen der beiden Behörden für den Artenschutz bündeln, um den Umschlag vom Aussterben bedrohter Arten von Wildtieren und Pflanzen in Marokko zu unterbinden. Mit dem Abkommen will Marokko gut einen Monat mach Abschluss der CITES-Konferenz ein Zeichen setzen. Zollbeamte erhalten damit verbesserte Aufklärung über die besonders betroffenen Arten und wirksames Rüstzeug, um wirksam gegen den Schmuggel vorzugehen.

Die Unterschriften unter diesem Abkommen bedeuten einen Meilenstein für die Arbeit der FFW in Marokko. Bereits seit einem Jahr spannt die FFW für diese Kampagne mit der Vereinigung zur integrierten Ressourcenverwaltung (Association de Gestion Intégrée des Ressources, AGIR), sowie mit den Behörden für Wasser und Wald zusammen. Ein Resultat dieser Kooperation ist eine Ausstellung, die nun auf dem Flughafen von Marrakesch die Öffentlichkeit für den Schmuggel mit bedrohten Arten sensibilisiert.

Das Team der FFW und von AGIR betreut einen Stand, insbesondere zur Aufklärung von Fluggästen und der rund 30'000 Menschen, welche sich dieser Tage für die Klimakonferenz (CoP22) in Marrakesch aufhalten. Sie sollen wissen um die Dringlichkeit, gegen den Wildtierschmuggel vorzugehen. Nur so werden die Überlebenschancen der bedrohten Arten verbessert. Unterstrichen wird die Standaktion durch eine Ausstellung von Produkten bedrohter Tiere, welche die marokkanischen Zollbehörden beschlagnahmt haben.

Die Partnerschafts-Unterschrift der beiden Hauptakteure für die Umsetzung des CITES-Abkommens und der Artenschutz-Gesetzgebung in Marokko, die Ausstellung und der betreute Infostand haben auch breite Resonanz in den Medien gefunden. Und natürlich geniesst die Kampagne vor dem Hintergrund der CoP22 zum Klimawandel zusätzliche Aufmerksamkeit.

Damit ist eine optimale Plattform geschaffen um der Öffentlichkeit eine klare Botschaft zu vermitteln: Wildtiere gehören in ihre natürlichen Lebensräume und nicht in einen Käfig, ein Aquarium, oder angekettet, um zur Belustigung des Publikums Possen zu machen.