13.05.2016 – EU will Banggai-Kardinalfisch schützen

Hoffnungsfunke für den Banggai-Kardinalfisch: Die EU will dem kleinen, wegen der Fischerei für Aquarien hochbedrohten Korallenfisch einen Schutzstatus geben.

Die EU hat für die nächste Vertragsstaaten-Konferenz des Washingtoner Artenschutz-Abkommens (CITES, siehe unten) einen Antrag zum Schutz des Banggai-Kardinalfisches eingereicht. Dieser kleine Korallenfisch, der nur in einem 23 Quadratkilometer kleinen Gebiet vor Indonesien vorkommt, soll in der CITES-Liste der bedrohten Arten neu in Anhang II aufgenommen werden.

Bei den in Anhang II gelisteten Arten ist ein kommerzieller Handel nur noch nach einer Unbedenklichkeitsprüfung des Ausfuhrstaates möglich. Dabei wird geprüft, ob der Handel den Fortbestand der Art gefährdet. Die zuständige Behörde, in diesem Fall von Indonesien, müsste neu ein Monitoring durchführen und Massnahmen für einen nachhaltigen Fang einführen. Zudem wäre neu eine Ausfuhrgenehmigung für den durch die Aquarien-Fischerei hoch bedrohten Korallenfisch nötig.

Bleibt zu hoffen, dass die CITES-Vertragsstaaten an der nächsten Konferenz, die im Herbst in Johannesburg, Südafrika, stattfindet, diesen Antrag dann auch wirklich annehmen. Statt Korallenfische in privaten Aquarien oder öffentlichen Grossaquarien zu halten, setzt sich die FFW für Meeresschutzgebiete ein, in denen die Korallenriffe geschützt sind, kein Fischfang stattfindet und in denen sich die Bestände der Korallenfische und der Korallen erholen können. In diesem Zusammenhang ist die FFW auch an vorderster Front für den Schutz des Banggai-Kardinalfisches aktiv.

Den EU-Antrag für den Schutz des Banggai-Kardinalfisches finden Sie hier

Mehr Infos über das Engagement der FFW für die Korallenfische hier

Die Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora (kurz CITES, deutsch Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen) ist eine internationale Konvention, die einen nachhaltigen, internationalen Handel mit den in ihren Anhängen gelisteten Tieren und Pflanzen gewährleisten soll.