16.03.2016 – Zweitwohnungsgesetz: Der Meisterstreich vor einem Jahr

Ein Jahr ist es her, seit nachdem Nationalrat auch der Ständerat den Kompromiss zum Zweitwohnungsgesetz angenommen hat. Die Architektin des Kompromisses, Vera Weber, hatte sich in mehreren Punkten durchgesetzt und sorgte mit ihrem unerwarteten politischen Meisterstreich für nationales Aufsehen.

Nach dem Gewinn der Zweitwohnungsinitiative genau drei Jahre zuvor (11.3.2012) erzielten die Fondation Franz Weber (FFW) und Helvetia Nostra (HN) damit einen zweiten Erfolg. Doch es mussten auch «Kröten geschluckt» werden. Aber: Der Bau von Zweitwohnungen ist nun beschränkt und das Hauptanliegen der Volksinitiative ist seit einem Jahr auch im Gesetz verankert.

Ende gut – alles gut? Nein, denn in den 413 Zweitwohnungsgemeinden braucht es nun ein beherztes Vorgehen, um das Zweitwohnungsgesetz auch tatsächlich umzu­setzen. Ob die betroffenen Gemeinden zusammen mit den Kantonen und dem Bund den nötigen Durchsetzungswillen dafür aufbringen, ist offen.

Anerkanntermassen zerstört der Zubau mit kalten Betten unsere schönen Landschaften, gefährdet die Infrastrukturen in den betroffenen Gemeinden und damit auch die Grundlagen für den Tourismus. FFW und HN werden deshalb den Vollzug des Zweitwohnungs­gesetzes kritisch begleiten und wenn nötig handeln. Damit tatsächlich Schluss ist mit dem «uferlosen Bau von Zweitwohnungen».

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