20.11.2016 – Atomausstiegsinitiative: Warum Vera Weber JA stimmt

Heute in einer Woche stimmen wir zur eidgenössischen Atomausstiegsinitiative ab. Es zeichnet sich ein knapper Ausgang an. Frauen! Und Männer! Geht an die Urnen und stimmt JA! Vera Weber erklärt warum.

Ich stimme JA. Wie alle wichtigen Umweltorganisationen der Schweiz stehen auch Helvetia Nostra und die Fondation Franz Weber aus guten Gründen hinter der Atoamausstiegsinitiative.

Ein möglichst rascher, geordneter Ausstieg aus der Atomenergie ist nötig, weil...

  • ... die AKW's schon heute ein enormes Verlustgeschäft sind.
  • ... mit jedem Tag, wo die AKW's länger am Netz bleiben, mehr Atommüll produziert wird, den niemand haben will und dessen sichere Endlagerung bis heute nicht gewährleistet ist.
  • ... mit jedem Tag, wo die Schweizer Uralt-AKWs früher vom Netz genommen werden, das Risiko von Unfällen sinkt.
  • ... das früher viel beschworene Schreckgespenst der «Stromlücke» ein von der Atomlobby erfundenes Märchen war.
  • ... damit in der Schweiz die längst überfällige verstärkte Förderung von Solarstrom endlich neuen Schub erhält.

Ich erwähne ganz bewusst explizit die Solarenergie zur Strom- und Wärmegewinnung, welche die Schweiz völlig verschlafen hat. Hierzulande besteht – beispielsweise verglichen mit Deutschland oder Österreich – immenser Nachholbedarf. Und eine noch gewaltigere Fläche von gut geeigneten, buchstäblich brachliegenden Dächern, die mit Solarpanels und Sonnenkollektoren bestückt werden können.

Gleichzeitig sind Helvetia Nostra und die Fondation Franz Weber mit aller Entschlossenheit gegen geplante landschaftsverschandeln­de, lärmproduzierende Windturbinen mit all ihren hässlichen Nebenfolgen. Es braucht diese in der windarmen Schweiz nicht! Die Lösung ist die Sonnenenergie.

Warum Frauen eher JA stimmen:

Frauen stimmen Anliegen für Tier-, Natur- und Umweltschutz generell eher zu als Männer. Sie sind da eher sensibler und offener als Männer. Sie denken an die Kinder, die in Zukunft auch in einer lebenswerten, sicheren Welt leben möchten. Einer Welt, die nicht zubetoniert ist und keine Natur mehr hat. Und in einer Welt, über der nicht das Damoklesschwert von Atomunfällen hängt.

Lesen Sie den Artikel im «Blick» dazu.

Und hier finden Sie die Blick-Titelgeschichte (Seiten 1-3) im Layout (beachten Sie v.a. Seite 2):

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