22.04.2016 – Die neue Stierkampf-Saison ist eröffnet

Unfall, Protest und ein hoffnungsvoller Parlamentsentscheid. In Spanien ist die neue Stierkampf-Saison eröffnet – mit zu erwartenden Begleittönen.

Der in Spanien soeben in eine neue Saison gestartete Stierkampf ist nicht nur eine mit dem Begriff «Sport» beschönigte scheussliche Tierfolter. Er ist auch ausgesprochen gefährlich, wie dieser Beitrag über einen Stier bei einer Corrida in Sevilla zeigt, der den Spiess umgekehrt hat. Dank einem Vorstoss der Fondation Franz Weber bei der UNO verlangt der UNO-Kinderrechtsausschuss nun von Stierkampfländern mit Nachdruck, Kinder und Jugendliche von diesen gefährlichen Gewaltverherrlichungen fernzuhalten.

Derweil haben Stierkampf-Gegner vor der Arena in Muro gegen den wohl letzten Stierkampf in der Geschichte Mallorcas demonstriert. Denn nach Katalonien und den Kanaren steht der Stierkampf innerhalb von Spanien nun auch auf den Balearen vor dem Aus. Das Parlament der Inseln hat mehrheitlich einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, um Stierkampf und Stierhatz in Zukunft zu verbieten.

Die Befürworter des erweiterten Tierschutzgesetzes sprachen von einer «besseren Gesellschaft», wenn es verboten sei, Tiere zur Unterhaltung des Menschen zu quälen. Dem iberischen Ableger der Fondation Franz Weber kommt im Kampf gegen die Corrida in Spanien eine Schlüsselrolle zu. Dank unserem Team dort haben wir schon viel geschafft im Kampf gegen die scheussliche «Tradition» der Corrida. Aber es bleibt noch immer viel zu tun. Wir bleiben dran!