23.06.2017 – Vera Weber engagiert sich in Kolumbien

Ein «Blick»-Reporter begleitete die Präsidentin der Fondation Franz Weber ins vom Bürgerkrieg gebeutelte Land. Die Reportage ist nun auch online.

Wortlaut der ersten Passagen der «Blick»-Reportage:

Erst noch genoss sie die Idylle in ihrem Hotel Giessbach am Brienzersee BE. Drei Tage später sitzt Vera Weber (42) inmitten von Guerilleros im Hochland Kolumbiens, rund vier Autostunden von der Hauptstadt Bogota entfernt. BLICK begleitete die Umwelt- und Tierschützerin bei diesem nicht ungefährlichen Ausflug in ein Camp der Farc, der grössten und gefährlichsten Rebellenorganisation Lateinamerikas.

In fliessendem Spanisch unterhält sich Weber mit den Kämpfern des Lagers Zona Iconozo. 311 Rebellen leben hier, und wie alle anderen rund 7000 Kämpfer der Guerilla-Truppe müssen sie in den kommenden zehn Tagen ihre Waffen an Uno-Vertreter abgegeben haben, um den Friedensvertrag von Havanna zu erfüllen. Als Gegenleistung werden von der kolumbianischen Regierung 26 Zelt-Camps zu Dörfern mit der entsprechenden Infrastruktur umgebaut.

Doch da hapert es. «Die Regierung befindet sich im Rückstand, was die Punkte des Friedensvertrags betrifft, die sie erfüllen muss», übt Vera Weber sanft Kritik. Sie drückt sich stets diplomatisch aus, das unterscheidet sie von ihrem Vater Franz Weber (89), dem legendären Umweltschützer, der gerne harte Worte wählt und die lauten Töne pflegt.

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