25.07.2016 – Ab September sind Stierkämpfe auf den Balearen Geschichte

Ab September sollen Stierkämpfe auf den Balearen Geschichte sein, denn ab dann gilt ein neues Tierschutzgesetz auf den Inseln. Trotzdem hat aber gestern in Alcúdia auf Mallorca noch ein Stierkampf stattgefunden. Dies rief Tierschützer auf den Plan.

Rund um die sogenannte «Corrida» in Alcúdia kam es laut Inselradio Mallorca zu Protesten von Seiten der Tierschützer. Anders als bei den vorherigen Stierkämpfen durften sich die Demonstranten nicht direkt vor der Stierkampfarena aufstellen, sondern mussten mit Megaphonen auf sich aufmerksam machen. Die Stierkampfgegner versammelten sich an der Plaza de Toros. In diesem Sommer sind noch vier weitere Corridas auf den Balearen geplant, auch in Palma de Mallorca, bevor das Stierkampf-Verbot in Kraft tritt.

In allen Ländern, in denen der Stierkampf noch praktiziert wird – Spanien, Portugal, Frankreich, Mexiko, Kolumbien, Venezuela, Ecuador und Peru – setzt sich die Fondation Franz Weber (FFW) gemeinsam mit den Organisationen und Personen vor Ort weiterhin aktiv an vorderster Front für die Abschaffung dieser grausamen Praxis ein.

Die FFW kämpft zudem auf internationaler Ebene im Rahmen ihrer Kampagne «Infancia SIN viOLEncia» (Kindheit ohne Gewalt) dagegen, dass Kinder als Zuschauer oder als Nachwuchstoreros in Stierkämpfe verwickelt werden. Denn die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Stierkampf-Aktivitäten (aktiv oder als Zuschauer) ist ein schwerer Verstoss gegen die Artikel des UNO-Übereinkommens über die Rechte des Kindes.

Mehr zum FFW-Kampf gegen den Stierkampf finden Sie hier.