27.03.2017 – Lebende, wilde Haie bedeuten grossen Profit für Tourismus auf Bahamas

Wilde, frei schwimmende Haie und Rochen bescheren der Volkswirtschaft auf den Bahamas jährlich rund 114 Millionen Dollar Einnahmen. Dies zeigt eine aktuell publizierte Studie in der wissenschaftlichen Zeitschrift Biological Conservation.

Der grösste Teil der Einnahmen von 113.8 Millionen US-Dollar kommt aus der Tauchindustrie, die sich auf das Schwimmen mit wilden Haien und Rochen spezialisiert hat. Gerade in den ärmeren und abgelegeneren Regionen der Bahamas kommt den Haien ein besonders grosses touristisches Potenzial zu.

Die relativ gesunden Hai- und Rochenbestände auf den Bahamas sind ein markanter Kontrapunkt zu den weltweit weiterhin kollabierenden Hai-Populationen und die Frucht der Schutzbemühungen und des Managements über die letzten 25 Jahre.

Damit hat die Politik der Bahamas Vorbildcharakter. Für die Fondation Franz Weber und Vision NEMO ist klar: Davon, Haie, Rochen und andere Meerestiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu bewundern, profitieren Mensch und Natur, im Gegensatz dazu, wenn sie für die Haiflossen-Industrie abgeschlachtet oder für Aquarien einfangen werden.

Da viele Hai- und Rochenarten aber wandern, ist es entscheidend, dass auch andere Karibikstaaten Haie, Rochen und die gesamte Meeres-Umwelt verstärkt schützen. Gerade für ärmere Karibik-Regionen birgt der Tauchtourismus mit wilden Haien und Rochen grosses wirtschaftliches Potenzial.

Die Studie (Englisch)

032717-VN-Science-Direct-Studie-Haie-Wert-Bahamas.pdf