29.09.2016 – Lasst Dory in Freiheit!

In der Deutschschweiz startet heute «Findet Dory», der langersehnte Folgefilm von «Findet Nemo». «Dory», der Paletten-Doktorfisch, kann nicht gezüchtet werden, warnt die Fondation Franz Weber. Für die Aquarienhaltung wird er stets im Korallenriff wild gefangen. Dabei betäuben die Fänger die Fische häufig mit Gift. Neuste Forschungsergebnisse in den USA zeigen: Mindestens die Hälfte der Meeresfische im Aquarium sind mit Cyanid verseucht.

Über 50 Prozent aller Meeresfische, die in den USA bei Gross- und Fachhändlern für Aquarien verkauft werden, weisen gemäss einer neuen Studie Spuren von Cyanid auf. Die Fangmethode mit diesem Nervengift schädigt die Korallenriffe massiv. Es ist zu befürchten, dass marine Zierfische auch in der Schweiz mit Cyanid belastet sind. Denn hierzulande werden dieselben Arten gehandelt, wie in den USA. Zudem stammen sie aus den gleichen Ursprungsgebieten.

Die Nichtregierungsorganisation «For the Fishes» in Hawaii und das Forschungsinstitut «Haereticus Environmental Laboratory» in den USA haben die Studie erstellt. Deren Ergebnisse geben den Befürchtungen um gesteigerte Verkäufe von Paletten-Doktorfischen und anderen marinen Zierfischen aufgrund des Films «Findet Dory» von Disney/Pixar Auftrieb. «Von den rund 450 Korallenfischarten, die heute schon im Schweizer Handel sind, ist Dory der neuntmeistverkaufte Fisch», sagt Monica Biondo, Meeresbiologin von der Fondation Franz Weber (FFW), die für ihre Doktorarbeit an der Universität Bern den Handel mit Korallenfischen untersucht. «Er stammt hauptsächlich aus Indonesien.»

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