30.12.2017 – So schützen Sie Ihr Tier vor Silvester-Lärm

Feuerwerk gehört für viele einfach zu Silvester. Vor allem Hunde, aber auch Katzen und andere Haustiere (und Nutztiere und Wildtiere!) haben oftmals panische Angst vor dem Lärm des Feuerwerks. Nachfolgend einige Tipps, die Ihnen helfen können, Silvester für Ihr Tier erträglicher zu machen.

Silvester: Der Jahreswechsel wird von vielen Menschen ausgelassen gefeiert, das neue Jahr mit Böllern und Raketen lautstark begrüsst. Für viele Haustiere, vor allem Hunde, sind die grellen Biltze, Lichter und das donnernde Kracher aber der reine Horror.

Stressanzeichen bei Hunden sind eine grosse Unruhe, Zittern, Gähnen, Lippenlecken, zurückgelegte Ohren und eine eingezogene Rute. Die einen versuchen, sich zu verstecken, kriechen beispielsweise unters Bett, andere versuchen wegzulaufen, in der Hoffnung, dem Krach entfliehen zu können. Wieder andere fangen an zu bellen oder zu jaulen, verweigern jegliches Futter oder werden aggressiv.

Katzen haben in der Regel etwas weniger Probleme mit der Silvesterknallerei als Hunde. Dennoch ist es ratsam, Stubentiger in der Zeit um Neujahr herum in den heimischen, schützenden vier Wänden zu lassen. Denn auch Katzen geraten in Panik, wenn in ihrer Nähe ein Böller gezündet wird, und setzen sich bei der Flucht grossen Gefahren aus.

An die Nutztiere denkt man in der Silvesternacht oft weniger. Dabei sind auch Kühe und Pferde nicht gegen die Knaller und Raketen gefeit. Etliche Pferdebesitzer bringen deshalb ihre Tiere zum Jahreswechsel in möglichst abgelegene Ställe.

Hier einige Tipps, wie man den Tieren den Übergang ins neue Jahr etwas erleichtern kann:

  • Feiernde: Bitte Rücksicht nehmen! Silvester lässt sich auch ohne Knaller gebührend feiern. Wer dennoch Silvesterfeuerwerk zünden will, bitte gebührenden Abstand zu landwirtschaftlichen Betrieben, Pferdeställen und anderen Orten nehmen, wo sich viele Teire aufhalten.
  • Halter von geräuschempfindlichen Haustieren weichen dem Problem am besten aus, indem sie sich an einen abgelegenen Ort, beispielsweise auf eine einsame Hütte begeben.
  • Für eine entspannte Atmosphäre sorgen.
  • Hund durch Spielen oder Belohnung ablenken.
  • Selber ruhig und neutral bleiben, auch wenn der Hund Angstverhalten zeigt.
  • Dem Hund den Rückzug ermöglichen, wenn’s sein muss auch unterm Bett oder im Schrank.
  • Den Hund draussen nicht frei laufen lassen. Er könnte bei einem plötzlichen Knall panisch das Weite suchen.
  • Geschlossene Fenster und heruntergelassene Rollläden dämpfen den Krach von draussen deutlich.
  • Der laufende Fernseher oder Musik können ebenfalls dazu beitragen, dass die Geräusche von draussen weniger deutlich wahrgenommen werden und erzeugen einen Eindruck von Normalität.
  • Das Tier an Silvester nicht sich selbst oder einer völlig fremden Person überlassen.
  • Bei ganz schlimmen Fällen gibt es die Möglichkeit, Medikamente zu verabreichen, die eine beruhigende und angstlösende Wirkung haben.
  • Bachblüten (Tropfen gegen Angst vor Lärm), homöopathische oder phytotherapeutische Mittel können ebenfalls helfen, den Stress zu reduzieren.

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