24.07.2015 – Katalonien verbietet Zirkustiere!

Das katalanische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das Zirkusse mit Tieren in der autonomen spanischen Provinz verbietet. Gemeinsam mit der Tierschutzorganisation LIBERA! hat die Fondation Franz Weber dieses Verbot entscheidend vorangetrieben. Zeit für die Schweiz, über die Bücher zu gehen.

Das ist ein weiterer Meilenstein in Kataloniens fortschrittlicher Tierschutz-Gesetzgebung“, freut sich Leonardo Anselmi. Als Direktor der Fondation Franz Weber für Südeuropa und Lateinamerika hat er die Kampagne zum Verbot von Tieren in Zirkussen in der autonomen Provinz in Südostspanien koordiniert.

Gemeinsam mit der katalanischen Organisation „LIBERA!“ hat die Fondation Franz Weber unter der Plattform „Catalunya Lliure d'Animals en Circs“ (CLAC, „Katalonien ohne Tiere in Zirkussen“) das neue Gesetz matchentscheidend vorangetrieben. Mit sehr deutlicher Mehrheit hat das Parlament Kataloniens am 22. Juli das Gesetz nun verabschiedet.

Innerhalb von zwei Jahren tritt das Gesetz in Kraft und wird zunächst auf alle Wildtiere angewendet. Haustierarten bleiben vorerst ausgenommen. Ein wissenschaftliches Gremium soll das Leiden der Tiere in allen Zirkussen, die während der Nachfrist nach Katalonien kommen, bewerten. Zudem soll es die Haustierarten bestimmen, die bei Zirkusvorführungen ebenfalls leiden, damit das Parlament sie in das Verbot einbeziehen kann.

Damit spielt Katalonien beim Tierschutz erneut eine Vorreiterrolle mit Modellcharakter für Gesetzgebungen weltweit. Hoch erfreut ist auch Vera Weber: „Es zeigt einmal mehr, wie erfolgreich unsere Kampagnenarbeit mit dem Credo ‚Kooperation statt Konfrontation‘ funktioniert“, sagt die Präsidentin der Fondation Franz Weber. „Nun werden wir Diskussionen auch in der Schweiz vorantreiben.“