08.06.2017 – NOzeanium: Nein zum Gross-Aquarium am Rhein!

Mit dem World Ocean Day am 8. Juni will die UNO die Menschen für die bedrohten Weltmeere sensibilisieren. Die Fondation Franz Weber (FFW) als Partnerorganisation der UNESCO macht mit der heutigen Lancierung ihrer Kampagne «NOzeanium» auf die Tatsache aufmerksam, dass Salzwasser-Aquarien massiv zur Zerstörung der Korallenriffe und der dort lebenden Tierarten beitragen. Die FFW fordert die Regierung und das Parlament des Kantons Basel-Stadt auf, für den Schutz der Korallenriffe und deren Tierwelt ein deutliches Zeichen zu setzen und das ökologisch unsinnige geplante Gross-Aquarium zu verhindern.

Die Weltmeere sind bedroht wie nie zuvor. Fast ein Drittel der Korallenriffe ist zerstört und weitere 20 Prozent werden es in 10 bis 20 Jahren sein. Der Schutz der Weltmeere und deren Tierwelt ist dringender denn je. Es ist deshalb wichtig, dass die Menschen sensibilisiert werden. Mit dem heutigen World Ocean Day macht die UNO auf diese traurige Erkenntnis aufmerksam: «Die Situation ist katastrophal», sagte gestern der UNO-Generalsekretär an der ersten UN-Meeresschutzkonferenz in New York, die morgen zu Ende geht.

Doch dies ist nicht genug – wichtig ist auch, dass die Taten bzw. Projekte, welche zur Zerstörung der Weltmeere beitragen, beim Namen genannt und verhindert werden. Denn genau ein solch zerstörerisches Projekt ist in der Stadt Basel geplant: Auf der Heuwaage, Hunderte Kilometer von einem Meer entfernt, soll ein Gross-Aquarium gebaut werden. Die Initianten rechtfertigen den Bau des 100 Millionen Franken teuren Grossaquariums mit dem Schutz der Meere. Das Gegenteil ist der Fall: Das Gross-Aquarium trägt zur Zerstörung der Ökosysteme bei, für die es angeblich sensibilisieren will.

Mit der heutigen Lancierung der Kampagne «NOzeanium» setzt sich die FFW aktiv gegen das geplante Gross-Aquarium und für die Tier- und Umwelt ein. Mehr Informationen zum Projekt und zur Petition finden Sie unter www.nozeanium.org.

Vera Weber, Präsidentin der FFW betont, dass Grossaquarien die Zerstörung der Korallenriffe fördern, weil sie auf den Import vieler dort lebender Tierarten durch Wildfang angewiesen sind. Denn diese können sich in künstlichen Lebensräumen nicht fortpflanzen. Tiere aus gefährdeten Ökosystemen zu entnehmen, schwächt diese zusätzlich. Verschiedene Korallenfische sind lokal bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht, z.B. der Banggai-Kardinalfisch.

Die Fondation Franz Weber FFW fordert deshalb den Regierungsrat und den Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt auf, das Gross-Aquarium zu verhindern. Die Stadt Basel setzt damit ein deutliches Zeichen gegen das Sterben der Weltmeere. 

060817-FFW-MM-NOzeanium.pdf