24.12.2016 – Vera Weber äussert sich in «Berner Zeitung» zu Mottfeuern

Thema ist das Entfachen von Mottfeuern und das Entfernen von Jungholz auf Alpweiden. Das Freihalten von Alpweiden sei eine sinnvolle Arbeit, zitiert die Berner Zeitung FFW-Präsidentin Vera Weber: «Leider fallen solchen Arbeiten aber oft ökologisch wertvolle frei stehende Einzelbäume oder Hecken zum Opfer. Man muss sich also schon im Voraus klarwerden, was wirklich wegmuss und wo man sich den Aufwand sparen kann.»

Keine gute Idee, wenn Mottfeuer halbe Talschaften einnebeln wird, heisst es in einem Artikel im «Berner Oberländer». Zwar erlaubt das Gesetz das Verbrennen von Feld-, Wald- und Gartenabfällen im Freien. «Aber nur, wenn diese trocken sind und durch das Feuer wenig Rauch entsteht», schränkt Dominik Jäggi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern, ein.

Stelle man Feuer mit starker Rauchentwicklung fest, könne man eine entsprechende Meldung bei der Kantonspolizei Bern machen, sagt Jäggi weiter. Die Polizei werde aber auch von sich aus aktiv. «Bei entsprechenden Feststellungen nehmen wir Abklärungen auf, mit dem Ziel, die Urheberschaft des Feuers zu identifizieren.»

Nach Möglichkeit nehme eine Patrouille vor Ort einen Augenschein. «Kann die Urheberschaft identifiziert werden und liegt ein Verstoss gegen die geltenden Bestimmungen vor, wird bei der zuständigen Staatsanwaltschaft eine Anzeige eingereicht. Die Justiz legt dann das Strafmass fest.»

Dabei gibt es Alternativen. «Das Freihalten von Alpweiden ist eine wirtschaftlich notwendige und für die Umwelt sinnvolle Arbeit», sagt Vera Weber, Präsidentin der Schweizer Umweltstiftung Fondation Franz Weber im Artikel. «Leider fallen solchen Arbeiten aber nicht selten ökologisch wertvolle freistehende Einzelbäume oder Hecken zum Opfer. Man muss sich also schon im Voraus klarwerden, was wirklich weg muss, und wo man sich den Aufwand sparen kann.»

Zudem lasse sich Schlagabraum meist problemlos zu Mieten aufschichten. «Diese verrotten dann, ohne dass giftiger Rauch entsteht und die Atmosphäre unnötig aufgeheizt wird. Und sie werden zum Versteck und Lebensraum für viele Tiere.»

Der «Berner Oberländer» zitiert Vera Weber auch prominent in einem Info-Kasten («Gefahr für Kleintiere»):

Nicht selten lassen Landbesitzer Haufen von Schlagabraum über längere Zeit zum Abtrocknen liegen, um sie dann mit wenig Rauchentwicklung zu verbrennen. Für viele Kleintiere bedeute dies aber eine grosse Gefahr, warnt Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber: «Viele Tiere nutzen solche Haufen als Versteck und Lebensraum.» Deshalb dürften solche Haufen keinesfalls an Ort und Stelle angezündet werden. «Schon das Verschieben um wenige Meter vor dem Verbrennen reicht aber aus, um die Gefahr für die meisten Tiere auszuschalten.»

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