24.07.2026
FONDATION FRANZ WEBER

Strauss im Zoo Basel getötet

Am 26. Juni 2026 fiel ein Strauss in das Flusspferdbecken und wurde getötet. Laut Angaben des Zoos war er zuvor von einem Zebra gejagt worden. Die Öffentlichkeit erfuhr erst 24 Tage später von dem Vorfall.

Dabei ist dies nicht der erste tödliche Unfall in dieser Anlage: Bereits 2004 war ein Zebra in dasselbe Becken gestürzt und von den Flusspferden getötet worden.

Der Zoo erklärt, ein «Nullrisiko» gebe es nicht, und sieht keine Massnahmen vor. Doch Gefangenschaft ist nicht Natur. In einem Zoo können die Tiere weder wählen, mit welchen anderen Tieren sie zusammenleben, noch in welchem Raum sie gehalten werden. Und wenn Spannungen entstehen, können sie weder ausweichen noch sich solchen «Unfällen» entziehen. Der Zoo bestimmt diese Bedingungen – und muss deshalb vorhersehbare Gefahren verhindern.

Zudem sind weder der Afrikanische Strauss noch das Grant-Zebra vom Aussterben bedroht. Welches Artenschutzziel rechtfertigt es also, diese Tiere gemeinsam zu halten, wenn diese Haltung für sie tödlich enden kann?

Andere Formen der Bildung und Sensibilisierung sind möglich. In Buenos Aires wurde der ehemalige Zoo in einen Ökopark umgewandelt. Auch Basel könnte ein immersives Savannenerlebnis schaffen – mit Bildern, Klängen und Gerüchen sowie direkten Verbindungen zu echten Artenschutzprojekten.

Um Menschen für die Natur zu sensibilisieren, müssen Tiere weder eingesperrt noch tödlichen Risiken ausgesetzt werden.

Share this