Die Problematik

Für neue Bahn-Abstell- und Serviceanlagen soll im Kanton Zürich in einem rechtsgültig erlassenen Naturschutzgebiet, einer Landschaftsschutzzone von überregionaler Bedeutung und einem Gebiet, angrenzend an Moorlandschaften von nationaler Bedeutung – buchstäblich auf der «grünen Wiese» – gebaut werden.

Aus Beobachtungen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) geht hervor, dass die Schweizer Landschaften immer mehr zerstückelt und zerschnitten, wichtige Wanderrouten für Wildtiere zerstört und Tiere und Pflanzen immer weiter zurückgedrängt werden, so dass sie gebietsweise vom Aussterben bedroht sind.

Angesichts dieser Erkenntnisse ist es besonders prekär, dass in die Standort-Evaluation der SBB und des Projektpartners ZVV (Zürcher Verkehrsverbund) ausschliesslich Naturstandorte in absolut dezentralen Lagen eingeflossen sind. An allen drei vorgeschlagenen Standorten (Bubikon, Hombrechtikon und Eglisau) würde geschützte Natur, gesunder und wertvoller Lebensraum von Tieren und Pflanzen sowie fruchtbares Kulturland geopfert und irreversibel zerstört. Die SBB und der ZVV unterlaufen damit jedes Bestreben, unsere raren naturbelassenen Landschaften zu erhalten.

Unser Projekt

Die Fondation Franz Weber (FFW) setzt sich vehement gegen die Zerstörung von Fauna und Flora durch industrielle Grossprojekte zur Wehr.

Derartige Anlagen müssen – gerade angesichts des Klimawandels – unbedingt auf bereits industriell genutztem Areal und auf jeden Fall auf längst versiegeltem Boden vorgeschlagen werden. Dies vor allem auch darum, weil Abstell- und erst recht Serviceanlagen als rein industrielle Anlagen einzustufen und als solche nicht standortgebunden sind.

Im Namen des öffentlichen Interessens an der Erhaltung intakter Landschaft und der Lebensräume von Tier und Mensch, ruft die FFW den Regierungsrat des Kantons Zürich dazu auf, diese drei Eintragungen aus dem kantonalen Richtplan-Entwurf zu streichen.

Die zuständigen Behörden haben gerade hier die zwingende Pflicht, dem starken Rückgang der Biodiversität entgegenzuwirken und die SBB zu einem Umdenken bei der Planung aufzufordern. Dabei geht es nicht um die Frage, ob öffentlicher Verkehr oder Natur. Es geht vielmehr um eine sorgfältige Planung ohne Widerspruch von den anerkannten Raumplanungsprinzipien und den vom Bundesrat für die Entwicklung der Verkehrsinfrastrukturen festgelegten Ziele.

Ende März 2021 hat die FFW gegen die drei ins Auge gefassten Standorte Bubikon, Hombrechtikon und Eglisau ihre Einwendung eingereicht.

Wir bleiben so oder so am Ball, wenn im kommenden Herbst 2021  der Regierungsrat des Kantons Zürich über die Richtplaneinträge debattiert.

Weitere Informationen:

Unsere Ziele

  • Streichung der Natur-Standorte Bubikon, Hombrechtikon und Eglisau aus dem kantonalen Richtplan-Entwurf
  • Keine industriellen Bauprojekte auf der grünen Wiese
  • Naturlandschaften vor der Zerstückelung und Zerstörung bewahren
  • Lebensräume, Tiere und Pflanzen schützen wo sie sind
  • Naherholungsräume im Grünen erhalten

Zahlen und Fakten

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0 Naturlandschaften
sind in Gefahr
0 Einwendungen
wurden eingereicht
0 Standorte
auf versiegeltem Boden wurden vorgeschlagen