Die Problematik

In Basel soll mit Steuergeldern ein neues Hafenbecken und ein riesiges Containerterminal gebaut werden – und dies im wertvollsten Naturschutzgebiet der Region, das gleichzeitig eines der letzten und darum wichtigsten Trockenlebensräume der Schweiz ist! Auf dem geplanten Güterumschlagplatz soll künftig der Grossteil des Schweizerischen Container-Im- und Exports stattfinden. Dabei versuchen die Initianten, dem Projekt einen «grünen Anstrich» zu verpassen. Der Güterverlad auf die Schiene werde damit gefördert. Doch in der Tat käme es mit dem «Gateway Basel Nord» zu zahlreichen weiteren Lastwagenfahrten und Gefahrengütertransporten durch Basel. Und beim neuen Hafenbecken 3 handelt es sich laut Experten um eine immense Fehlplanung, wogegen sich selbst die Rheinschiffskapitäne wehren.

Seit dem Jahr 1900 sind 95% aller Trockenlebensräume in der Schweiz verschwunden. Das betroffene Land, dem nun die Überbauung droht, ist ein Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung im Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden, denn es ist eines der letzten seiner Art. Anfangs des 20. Jahrhunderts als Rangierbahnhof des Badischen Bahnhofs entstanden, wurde das Areal seit Ende der 1980er-Jahre nicht mehr benötigt, doch im Auftrag des Kantons Basel-Stadt weiterhin gepflegt und offen gehalten. So wurden die Trockenwiesen und Ruderalflächen im Zeitverlauf zu einem Refugium für Tiere und Pflanzen.

Auf der 20 Hektaren grossen Fläche finden sich heute über 400 verschiedene Pflanzenarten – eine Vielzahl davon ist gefährdet, darunter die kaum mehr zu findende rheinische Flockenblume, die auf dem ehemaligen Bahnareal erfreulicherweise in grosser Zahl blüht. Das Trockengebiet ist dank seiner prächtigen Pflanzenvielfalt auch das Zuhause unzähliger Tiere, die schweizweit gefährdet sind und sich auf der Roten Liste bedrohter Arten befinden: Feldhasen, Quendelschnecken, Schlingnattern, Schönschrecken, Steinkleebläulinge… sie alle sollen dem unnötigen Grossbauprojekt zum Opfer fallen!

Unser Projekt

Das unnötige Grossbauprojekt unter dem Deckmantel der «Natur- und Klimafreundlichkeit» ist ein Skandal, den die Fondation Franz Weber nicht hinnimmt. Aus diesem Grund hat sie das Referendum gegen den Beschluss des Grossen Rats des Kanton Basel-Stadt, welcher das 150-Millionen-Projekt am 12. Februar 2020 bewilligt hat, unterstützt.

Die Basler Stimmbevölkerung hat sich am 29. November 2020 für den Bau des Hafenbecken 3 ausgesprochen. Das neue Hafenbecken 3 kommt, wenn das Containerterminal «Gateway Basel Nord» gebaut werden darf. Doch die Ablehnung des Hafenbecken 3 durch mehr als 42% der Basler Stimmbevölkerung ist ein deutliches Zeichen, dass die Frage, wie die Baslerinnen und Basler zum übergeordneten Containerterminal-Bau «Gateway Basel Nord» stehen, nicht geklärt ist. Gegen das Containerterminal sind von verschiedenen Verbänden und Unternehmen Beschwerden hängig. Am Ende werden wohl die Gerichte über das Gesamtprojekt entscheiden.

Wir werden uns weiterhin gegen die Zerstörung geschützter Natur in der Schweiz einsetzen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Weitere Informationen:

  • Webseite des Referendumskomitees «Nein zum Hafenbecken 3»

Unsere Ziele

  • Das Grossbauprojekt «Gateway Basel Nord» verhindern
  • Erhalt des artenreichen und einzigartigen Trockenlebensraumes am Rhein
  • Bewahrung eines Naturschutzgebiets mit ökologischem Wert von nationaler Bedeutung
  • Schutz des Lebensraumes von zahlreichen bedrohten Tier - und Pflanzenarten

Aktuelles

Zahlen und Fakten

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0 Hektaren
umfasst das im Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden erfasste Areal von nationaler Bedeutung
0 Pflanzenarten
leben auf dem Gelände, viele davon sind auf der roten Liste der gefährdeten Arten
0 Prozent
aller Trockenlebensräume in der Schweiz sind verschwunden seit dem Jahr 1900