Die Problematik

Am 27. September 2019 hatte das Schweizer Parlament eine Teilrevision des «Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz einheimischer Säugetiere und Vögel» (JSG) verabschiedet. Mit dem neuen Gesetz hätten künftig geschützte Tierarten wie Luchs, Wolf, Biber und Graureiher abgeschossen werden können, bevor sie Schäden angerichtet haben, und bevor irgendwelche Schutzmassnahmen ergriffen wurden – einfach, weil es sie gibt. Zusätzlich hätte der neue Gesetzestext das Verbandsbeschwerderecht der Umweltverbände eingeschränkt, so dass sie sich nicht mehr als Anwälte der Natur für die Wildtiere hätten einsetzen können. Und das in einer Zeit, in der die Biodiversität bedroht ist wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit! Die Schweizer Natur- und Tierschutzorganisationen ergriffen deshalb das Referendum gegen das revidierte Jagdgesetz, um sich gegen die Schwächung des Artenschutzes in der Schweiz zu wehren.

Unser Projekt

Die Fondation Franz Weber unterstützte die Unterschriftensammlung für das Referendum gegen das missratene Jagdgesetz, welches ‒ mit der wertvollen Unterstützung unserer Gönnerinnen und Gönner ‒ mit 65’000 Referendumsunterschriften zustande kam.

Am 27. September 2020 erfolgte die Abstimmung: Die Schweizer Stimmbevölkerung lehnte die Revision des Jagdgesetzes mit 51,9 Prozent Nein-Stimmenden ab. Der Abschuss von Tieren geschützter Arten auf «Vorrat» wird somit glücklicherweise keine Realität werden. Dieses Volks-Nein legt den Grundstein für eine Revision des JSG, die endlich eine echte Verbesserung des Artenschutzes bringen kann – zum Wohl der bedrohten Schweizer Wildtiere.

Vertreterinnen und Vertreter des Komitees «Jagdgesetz-Nein» haben angekündigt, eine Parlamentarische Initiative für ein «Jagdgesetz mit Augenmass» einzureichen. Gemeinsam mit den weiteren Umweltverbänden wird sich die FFW für ein zukunftsfähiges Jagd- und Schutzgesetz einsetzen, das unseren wildlebenden Tierarten, die von Landwirtschaft, Klimaerwärmung, Extremwetterlagen und zerstörten Lebensräumen bedroht sind, den Schutz gewährt, den sie verdienen.

 

Weitere Informationen:

Unsere Ziele

  • Das Referendum gegen das missratene Jagdgesetz an der Urne gewinnen
  • Den Schutz der Schweizer Wildtiere und ihrer Lebensräume sicherstellen
  • Die Schwächung des Artenschutzes in der Schweiz bekämpfen

Aktuelles

Zahlen und Fakten

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0 Prozent
der SchweizerInnen sagen «Nein» zum Abschuss von Wölfen
0 Unterschriften
wurden für das Referendum gesammelt
0 Januar
2020 wurden die Unterschriften für das Referendum eingereicht