14.10.2020
Julia Fischer

Erfolgreiches Referendum gegen das revidierte JSG: Eine neue Chance für den Schweizer Artenschutz

Der Abschuss von Tieren geschützter Arten auf «Vorrat» – nur, weil es sie gibt, und ohne, dass sie jemals Schäden angerichtet hätten – wird glücklicherweise keine Realität werden: Dafür setzten sich die Umweltverbände, darunter die Fondation Franz Weber, mit dem Referendum gegen das revidierte Jagd- und Schutzgesetz (JSG) mit vereinten Kräften ein. Das NEIN des Volkes am 27. September 2020 legt den Grundstein für eine Revision des JSG, die endlich eine echte Verbesserung des Artenschutzes bringen kann – zum Wohl der bedrohten Schweizer Wildtiere.

Tierarten wie Birkhuhn, Auerhahn, Feldhase, Fischotter, Biber und Luchs können aufatmen: Die Schweizerinnen und Schweizer möchten einen verbesserten Schutz der Wildtiere in der Schweiz, ohne Wildwuchs von kantonal unterschiedlichen Abschussregelungen, und ohne Regulierungsliste des Bundesrates. Dies hat das Abstimmungsresultat mit 51.7 Prozent Nein-Stimmenden am 27. September 2020 deutlich gemacht.

Auch die mit der Revision beabsichtigte Beschneidung des Verbandsbeschwerderechts konnte somit verhindert werden: Organisationen wie die Fondation Franz Weber (FFW) und Helvetia Nostra werden weiterhin ihre «Wachhund»-Funktion im Dienst des Naturschutzes wahrnehmen können, und dafür sorgen, dass das Schweizer Recht eingehalten wird. Gemeinsam mit den weiteren Umweltverbänden wird sich die FFW für
ein zukunftsfähiges Jagd- und Schutzgesetz einsetzen, das unsere wildlebenden Tierarten, die von Landwirtschaft, Klimaerwärmung, Extremwetterlagen und zerstörten Lebensräumen bedroht sind, den Schutz gewährt, den sie verdienen.

 

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