06.07.2026
SAM FORWOOD

Süsswasserkrokodil – seltenes Zeichen eines gesunden Ökosystems auf Bonrook

Hier auf dem Wildpferdereservat Bonrook nähern wir uns dem Ende einer sehr intensiven und überdurchschnittlichen Regenzeit. Die Niederschläge waren im Januar und besonders im März sehr stark. Dadurch kam es zu kleineren Überschwemmungen, und alle Bäche und Flüsse wurden gründlich durchgespült.

Letzte Woche, als ich über die Fussgängerbrücke direkt vor dem Stationshaus ging, bemerkte ich im Bach ein Süsswasserkrokodil, auch als Johnstone-Krokodil oder hier einfach als «Freshie» bekannt. Es war etwa 1,6 Meter lang und schwamm ruhig in gemächlichen Kreisen.

Diese Tiere haben eine sehr charakteristische lange, schmale Schnauze und ernähren sich hauptsächlich von Fischen. Im Gegensatz zum Salzwasserkrokodil sind sie keine Menschenfresser. Das Salzwasserkrokodil hat eine sehr kräftige Schnauze und kann bis zu 6,5 Meter lang werden, während das Süsswasserkrokodil nur etwa 2,5 Meter erreicht.

Süsswasserkrokodile sind eher scheu und greifen Menschen in der Regel nicht an, es sei denn, man tritt in einem Wasserloch versehentlich auf eines. Dennoch ist ihr Biss stark genug, um ein Bein oder einen Arm zu brechen.

Es ist viele Jahre her, dass ein solches Tier auf Bonrook gesichtet wurde, da auch sie durch die Invasion der Aga-Kröte vor etwa 22 Jahren stark dezimiert wurden. Ich habe mich sehr gefreut, dieses Krokodil im Bach zu sehen, und es ist ein klares Zeichen für ein gesundes und stabiles Ökosystem hier auf unserem Wildpferdereservat Bonrook.

In meinen fast 30 Jahren auf Bonrook habe ich hier noch nie ein Salzwasserkrokodil gesehen – weder in den grösseren Billabongs noch im Cullen River. Die lokalen indigenen Ranger berichten jedoch von einem Tier, das in einem tieferen Abschnitt des Copperfield Creek lebt, der durch den westlichen Teil von Bonrook fliesst. Sie sagen, es sei etwa 4 Meter lang. Ich hoffe, es eines Tages zu sehen – nur nicht zu nah …

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