13.02.2019
Fondation Franz Weber

CITES: Die Koalition für den afrikanischen Elefanten trifft sich in Kenia, um die Strategie für die CoP18 zu beschliessen

Die Fondation Franz Weber (FFW) und die David Shepherd Wildlife Foundation (DSWF) wurden eingeladen, diese Woche als Berater am Gipfeltreffen 2019 der African Elephant Coalition (AEC) in Nairobi, Kenia, teilzunehmen, und technische Beratung zu leisten.

Ziel des Treffens ist es, die gemeinsame Strategie in Hinblick auf die bevorstehende 18. Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens zum internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES-CoP18) zu diskutieren. Die AEC hat der CoP18 ein Paket von vier Vorschlägen vorgelegt, um den internationalen Schutz des afrikanischen Elefanten zu verstärken, insbesondere durch strengere Massnahmen im Elfenbeinhandel.

Mit 25 anwesenden Vertretern aus ganz Afrika äusserte die Koalition ihre Besorgnis über die Zukunft aller afrikanischen Elefanten. Um die Art vor dem Aussterben zu bewahren, fordert die AEC die CoP18 dazu auf, alle afrikanischen Elefanten im CITES Anhang I aufzulisten, alle inländischen Elfenbeinmärkte zu schliessen, die staatlich gehaltenen Elfenbeinbestände besser zu verwalten und die Kontrollen für die Ausfuhr lebender, wild gefangener afrikanischer Elefanten ausserhalb ihres Verbreitungsgebiets zu verschärfen.

Die AEC äusserte ihre wachsende Besorgnis über die Existenz vieler inländischer «legaler» Elfenbeinmärkte. Zu den namhaften nach wie vor legalen Märkte zählen die EU und Japan. Die Delegierten, von welchen viele über direkte Erfahrungen auf dem Gebiet verfügen, sind überzeugt, dass diese grossen Märkte in direktem Zusammenhang mit der Wilderei und dem illegalen Handel stehen. Denn diese ermöglichen das «Reinwaschen» von illegalem Elfenbein in sogenannten «legalen» inländischen Märkten.

«Die Wilderei-Epidemie verringert nicht nur die Elefantenpopulation drastisch und mit unhaltbarer Geschwindigkeit, sondern führt auch zu wachsenden Elfenbeinvorräten, die eine erhebliche finanzielle und logistische Belastung für die Regierungen darstellen. Es ist wichtig, eine klare Botschaft auszusenden, dass durch die Förderung der spekulativen Anhäufung von Elfenbein sowohl in den Herkunfts- als auch in den Verbraucherländern ein kommerzieller Wert für einen möglichen zukünftigen Verkauf erhalten bleibt. Der einzige Weg, diese Botschaft zu übermitteln, ist ein endgültiges und umfassendes Verbot des Elfenbeinhandels auf allen Ebenen», sagt Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber (FFW).

Die FFW und die DSWF bekunden gemeinsam mit weiteren NGO-Mitarbeitenden ihre Unterstützung für die Position der AEC zum Elefantenschutz, und bekräftigen ihr Versprechen, für eiserne und umfassende inländische und internationale Gesetze zum Schutz dieses ikonischen Tiers zu kämpfen. Beide Organisationen sind aktive Berater der African Elephant Coalition (AEC) und unterstützen seit über 30 Jahren afrikanische Länder, in denen wilde Elefanten leben, sowie Schutzbemühungen vor Ort.

Georgina Lamb, Leiterin Programme und Politik des DSWF, die an dem Treffen teilnahm, sagt: «Das gemeinsame Engagement der AEC, einen möglichst starken und lauten Standpunkt als Stimme für die Elefanten einzunehmen, muss gehört und verstanden werden. Sie sind stellvertretend für all diejenigen, die an vorderster Front gegen den illegalen Handel kämpfen, und die verheerenden Auswirkungen der Elefantenwilderei aus erster Hand miterleben. Andere Regierungen müssen hinter der AEC stehen, um sicher zu stellen, dass ihre Warnungen angemessen beachtet werden. Sonst riskieren wir das Aussterben des Elefanten».

Die FFW und die DSWF freuen sich darauf, die AEC in ihrer Mission, den afrikanischen Elefanten zu retten, zu begleiten und zu unterstützen. Beide Organisationen werden an der CoP18 als Beobachter anwesend sein.