01.02.2019
Julia Fischer

Nationalratskommission fordert «Stopp dem Schreddern lebender Küken»

Mit 17 Stimmen bei 4 Enthaltungen lehnte die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-NR) am 31. Januar 2019 zwar die Petition «Küken sind kein Abfallprodukt» der Veganen Gesellschaft Schweiz ab. Gleichzeitig fordert die Kommission aber in einer eigenen Kommissionsmotion: «Stopp dem Schreddern lebender Küken».

Millionen von männlichen Küken der Legehennen sind laut Mastindustrie „nicht wirtschaftlich für die Weiterverarbeitung“. Sprich: Da sie später keine Eier legen würden, sind sie für die Eierproduktion überflüssig und müssen möglichst rasch und effizient entsorgt werden. Die heute geltende Tierschutzverordnung erlaubt ganz im Sinne der Massentierhaltungsindustrie, dass die männlichen Küken von Hühnern, die zur Eierproduktion gezüchtet wurden, als «Eintagsküken» millionenfach maschinell getötet werden. Ist dabei die Geschwindigkeit der Messer schlecht eingestellt, so kommt es vor, dass Küken beispielsweise lediglich die Füsse abgeschnitten werden und sie das Schreddern überleben. Eine grausame und lebensverachtende tierquälerische Praxis! Mit der Motion der WBK-NR wird der Bundesrat nun endlich aufgefordert, durch eine Änderung der Tierschutzverordnung das Schreddern von lebenden Küken zu verbieten.

Die Fondation Franz Weber begrüsst die tierschutzpolitische Diskussion im Parlament. Eine solche Änderung der Tierschutzverordnung ist ein wichtiger Schritt, damit die Eierindustrie endlich Alternativen – beispielsweise die Früherkennung des Geschlechts – sucht und anwendet. Denn männliche Küken dürfen nach dem Schlüpfen nicht wie Abfall entsorgt werden!

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Details zur Petition «Küken sind kein Abfallprodukt» der Veganen Gesellschaft Schweiz

Details zur Motion «Stopp dem Schreddern lebender Küken» der WBK-SR