17.10.2019
Fondation Franz Weber

Neuer Fleischskandal in der Schweiz

Verdeckte Aufnahmen enthüllen Tierquälerei beim Verlad von Schweinen in der Schweiz. Sentience Politics und die Fondation Franz Weber sehen die Ursache in der Massentierhaltung und fordern ein Umdenken.

Viele Schweizer Schweine haben kein Glück. Verdeckte Aufnahmen auf einem Schweizer Mastbetrieb zeigen, was ihnen beim Verlad widerfährt: Sie werden an Ohren und Schwanz emporgehoben, geschlagen, getreten und mit einem illegalen Stromtreiber vorangetrieben. Das zeigen aktuelle Aufnahmen der Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF).

Meret Schneider, Co-Geschäftsleiterin von Sentience Politics, erstaunen die Bilder nicht: «Wer Massentierhaltung sät, wird Tierquälerei ernten». Die Mitinitiantin der Massentierhaltungsinitiative kritisiert den Trend zur Intensivierung der Tierproduktion. «Finanzielle Zwänge begünstigen Missstände in der Tierhaltung», so Schneider. Mit ihrem Verein setzt sie sich für einen Wandel in der Landwirtschaft ein.

Erst im September wurde die eidgenössische Volksinitiative gegen Massentierhaltung eingereicht, welche voraussichtlich ab 2021 zur Abstimmung kommen wird. Die Initiative will die Tierhaltung in der Schweiz auf das Niveau von Bio Suisse anheben. Als Folge würden sich die Schweizer Tierbestände markant reduzieren, wovon Tier und Umwelt profitieren. Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber und Unterstützerin der Massentierhaltungsinitiative, hält fest: «Solche verabscheuungswürdigen Szenen, wie sie die in der Rundschau vom 16. Oktober 2019 gezeigten jüngsten Aufnahmen zeigen, werden mit dieser Initiative endlich der Vergangenheit angehören!»

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