09.07.2020
Fondation Franz Weber

Medienmitteilung: Die Rehe auf dem Hörnli-Friedhof sind bis am 19. August sicher

Die Fondation Franz Weber (FFW) hat mit ihrem Rekurs erreicht, dass die Verwaltung des Kantons Basel-Stadt die Vorgeschichte des geplanten Abschusses von Rehen auf dem Friedhof am Hörnli offenlegen muss. Damit verbunden erhält sie eine Fristverlängerung bis zum 19. August 2020, um die Akten zu sichten. Die Rehe werden daher mindestens bis zum 19. August vor dem Abschuss sicher sein. Gleichzeitig hat der Kanton Basel-Stadt grünes Licht für den von der FFW beantragten Runden Tisch mit den Rekurrierenden gegeben. Ziel ist ein Wildtiermanagement, das Schäden minimiert und ohne Tötungen auskommt.

Zur Erinnerung: Auf dem Friedhof am Hörnli in der Gemeinde Riehen (BS) wurde am 12. Mai 2020 eine Bewilligung zum Abschuss der dort lebenden Rehe erteilt friedliche Tiere, die genau den Charme dieses Ortes der Besinnung ausmachen. Auf den Abschussentscheid der Kantonspolizei Basel-Stadt reagierte die Öffentlichkeit mit grossem Befremden: Umgehend lancierte Petitionen, welche den Stopp des Vorhabens fordern, zählen in der Zwischenzeit knapp 100’000 Unterschriften. Die Fondation Franz Weber (FFW) ihrerseits hat die Angelegenheit juristisch ins Rollen gebracht: Sie hat gegen die Abschusserlaubnis Rekurs eingelegt und damit eine sofortige aufschiebende Wirkung erlangt — die Tötung der Tiere wurde erst bis zum 20. Juni, dann ein weiteres Mal bis zum 19. Juli gestoppt.

Am 2. Juli 2020 stimmte das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt nun einer weiteren Fristverlängerung zu. Denn für die Formulierung der juristischen Beschwerde durch die FFW ist eine Einsichtnahme in zahlreiche Akten erforderlich. Die Rehe können deshalb mindestens bis zum 19. August aufatmen, denn aufgrund des laufenden Rekursverfahrens ist die Abschussgenehmigung weiterhin ausser Kraft.

Im Rahmen des laufenden Rekurses konnte die FFW in ihrer Rolle als Rekurrentin zudem Gespräche am Runden Tisch mit der Stadtgärtnerei, welche für die Verwaltung des Friedhofs zuständig ist, sowie Wildtierexpertinnen und -experten aufnehmen. Gemeinsam sollen innovative Lösungen erarbeitet werden, die keine Tötung von Tieren beinhalten, und gleichzeitig die Rehpopulation auf einem angemessenen Niveau stabilisieren. Über den Inhalt der laufenden Gespräche wurde zwischen den Diskussionsteilnehmenden Stillschweigen vereinbart. Die FFW ist zuversichtlich, dass im Rahmen dieses Dialogs am Runden Tisch für die Rehe auf dem Hörnli eine konstruktive und zukunftsgerichtete Lösung gefunden werden kann.

 

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